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Die Pfälzer Weinfeste in der Geschichte

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Den Weinbau brachten schon die alten Römer in die Pfalz. Das milde Klima sorgte dafür, dass der Wein Teil der pfälzischen Kultur wurde und blieb. Heute zeigt sich die Liebe der Pfälzer für ihren Wein in der Vielzahl an Weinfesten, die vom Frühjahr bis in den Herbst in den Gemeinden stattfinden, die sich an der Deutschen Weinstraße entlangziehen. Doch die Geschichte dieser Weinfeste ist ganz unterschiedlich: Manche sind jüngeren Datums und touristische Maßnahmen der Städte und Gemeinden, die sie ausrichten, andere besitzen eine Tradition, die sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen lässt.

 

 

Der Dürkheimer Wurstmarkt

Dürkheimer Wurstmarkt

Das größte der Pfälzer Weinfeste kann auch auf die längste Geschichte zurückblicken: Allerdings hat der Dürkheimer Wurstmarkt in seinen Anfängen weder mit Wurst noch mit Wein viel zu tun – und seine Tradition beginnt noch nicht einmal in Bad Dürkheim, sondern auf dem nahe gelegenen Michelsberg. Dort stand im 15. Jahrhundert eine Wallfahrtskapelle, zu deren Kirchweihfest spätestens um 1417 der sogenannte Michaelismarkt zur Verpflegung der Pilger und Festgänger veranstaltet wurde. Im 16. Jahrhundert wurde das Fest auf die größere Brühlwiese verlegt, wo es heute noch stattfindet, und im Laufe der Zeit um eine Vielzahl von Jahrmarktsattraktionen erweitert. Erst im frühen 19. Jahrhundert erhielt das Fest dann den Namen „Wurstmarkt“. Und anders als viele der Winzerfeste ist der Dürkheimer Wurstmarkt bis heute ebenso sehr Rummelplatz wie Weinfest. Dennoch ist es heute die größte Veranstaltung ihrer Art, mit fast 700000 Besuchern pro Jahr.
Weitere Infos über Bad Dürkheim

 

 

Weinlesefeste als Nachfahren von Kerwen und Bitzlerfesten

Auch wenn der Dürkheimer Wurstmarkt auf die beeindruckendste Tradition unter den pfälzischen Winzerfesten verweisen kann, so nehmen doch auch andere Weinfeste auf lang zurückreichende Feierlichkeiten Bezug. Bei der Deidesheimer Weinkerwe liegt diese schon im Namen: Die „Kerwe“ bezieht sich auf das Kirchweihfest, zu dem bereits im 18. Jahrhundert ein Markt abgehalten wurde. Dieser fand allerdings im November statt, seinen heutigen Termin im August erhielt das Fest erst 1929, den Namen Weinkerwe gar 1955. Anders als bei seinem Dürkheimer Pendant, wird in Deidesheim heute vor allem traditionell pfälzisches Kirchweihbrauchtum zelebriert. Ein klassisches Straßenweinfest wurde die Weinkerwe aber erst 1972.

 

Auf eine andere Pfälzer Tradition geht das Fest des Federweißen in Landau zurück: Es schließt sich an die „Bitzlerfeste“ an, bei denen in der Pfalz der neue Wein serviert wurde. Während diese seit Jahrhunderten in der ganzen Region stattfinden, ist das Landauer Federweißenfest aber erst seit 1953 im Weinkalender zu finden. Es verweist auf einen anderen Aspekt der Weinlesefeste: Ihre Funktion als Touristenmagnet.

 

 

Das Weinfest zum Stadtjubiläum und als Tourismusmaßnahme

gimmeldingen weinfest

Die meisten dieser Feste entstanden teils spät im 20. Jahrhundert. In die Reihe dieses Weinfesttyps gehört auch das Deutsche Weinlesefest in Neustadt an der Weinstraße. Es geht auf den Verleger Daniel Weininger zurück, dessen Bemühungen zur Profilierung des pfälzischen Weins 1929 zur Abhaltung des ersten Deutschen Weinlesefest führten. Ähnlich wurde das Gimmeldinger Mandelblütenfest 1934 ins Leben gerufen, um die Winzer der Region zu unterstützen. (Im selben Zusammenhang wurde die Strecke zwischen Bockenheim und der französischen Grenze 1935 in „Deutsche Weinstraße“ getauft.)

 

Eine ganze Reihe von Festen entlang der Weinstraße sind schließlich als Marketingmaßnahmen in den Jahren zwischen 1970 und 1980 entstanden, so das Eselhautfest in Mußbach (wie Gimmeldingen ein Stadtteil von Neustadt an der Weinstraße), das Stadtmauerfest in Freinsheim, das Burg- und Weinfest in Wachenheim und das Kändelgassenfest in Großkarlbach. Zwar verweisen manche dieser Veranstaltungen auf historische Traditionen, wie das Eselshautfest, das auf dem ältesten dokumentierten Hofgut der Pfalz stattfindet, oder sie wurden zu Stadtjubiläen eingerichtet, wie das Freinsheimer Stadtmauerfest. Mit ihren geschichtsträchtigen Gegenstücken haben diese Feste aber eines gemeinsam: Sie sind ein Ort für gemütliches Beisammensein bei gutem Essen, pfälzischem Wein, Musik und Unterhaltung.

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