Deidesheim in der Pfalz


deidsheim

Deidesheim ist ein kleines Städtchen mit etwa 3700 Einwohnern im Landkreis Bad Dürkheim. Der Name Deidesheim wurde im Jahr 699 erstmals urkundlich erwähnt, der Ort an seiner heutigen Stelle entstand jedoch vermutlich erst im 13. Jahrhundert um das ehemalige Deidesheimer Schloss herum. Seit 770 wird hier nachweislich Weinbau betrieben. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts war Deidesheim der erste Ort der Pfalz, dessen Weingüter Qualitätsweinbau betrieben. Heute ist Deidesheim eine der größten Weinbaugemeinden des Weinbaugebietes Pfalz. Sehr bekannte Weingüter und Weinlagen sind: Weingut Dr. Deinhard, Weingut v. Bassermann-Jordan, Weingut Reichsrat von Buhl oder die Weinlage "Paradiesgarten". Bereits im März blühen die Mandel- und Obstbäume und verwandeln die Straßen und die Wanderwege in blühende Alleen. Deidesheim wird auf Pfälzisch "Deisem" ausgesprochen :)



Weinfeste und Veranstaltungen

Historische Geißbockversteigerung in Deidesheim

deidesheim geißbockversteigerung

Jedes Jahr über Pfingsten wird vor der ehrwürdigen Kulisse des historischen Rathauses der Deidesheimer Geißbock versteigert. Das Fest zählt mit seiner langen Tradition und dem eindrucksvollen Ambiente der Weinstadt Deidesheim zu den bedeutendsten Kulturveranstaltungen in Rheinland-Pfalz. Aber auch an den Pfingstagen vor der Versteigerung wird in der Urlaubsregion Deidesheim gefeiert. Viele Deidesheimer Weingüter locken mit Wein und kulinarischen Spezialitäten, auf die Kinder wartet ein Vergnügungsplatz.

Deidesheimer Weinkerwe

deidesheimer weinkerwe besucher

Das romantische Fest der (Wein-)Genüsse

Auf der Deidesheimer Weinkerwe dreht sich  alles um Kultur, Kunst und Genüsse rund um den Wein. Das Thema "Qualität" spielt bei der Deidesheimer Weinkerwe eine entscheidende Rolle. Im Vordergrund der Weinkerwe steht der qualitätsvolle Genuss der erstklassigen Weine der Urlaubsregion Deidesheim, der Speisen und Veranstaltungen. Was Live-Musik anbelangt wird auf dem Stadtplatz, beim Deidesheimer Hof und in den Winzerhöfen ein sehr breites Spektrum geboten, von Jazz, Swing, Country und Western, Rock und Pop ist alles dabei.

Deidesheimer Advent

Lichterglanz im anderen Paradies. Der Weihnachtsmarkt ist an allen vier Adventswochenenden bis 21 Uhr geöffnet. Überwiegend Kunsthandwerk.

deidesheim landschaft

Deidesheim liegt in der Pfalz im Bereich der Region Weinstraße. Das 26.53 km² große Areal des zu Deidesheim gehörenden Gebietes erstreckt sich über die drei morphologischen und landschaftsökologischen Einheiten Pfälzerwald, Hügelzone der Region Weinstraße und Rheinniederung: 23,9 % dieser Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, zumeist für Weinbau, 67,9 % davon sind Waldfläche, 0,6 % Wasserfläche, 7,4 % Siedlungs- und Verkehrfläche; 0,1 % des Areals passen in keine dieser Kategorien. Der Ort selbst liegt etwa 1 km östlich der Haardt. Deidesheim befindet sich im Nordwesten der Metropolregion Rhein-Neckar, inmitten des Weinbaugebietes der Pfalz und wird von der Deutschen Weinstraße durchzogen. Deidesheim befindet sich im Nordwesten der Metropolregion Rhein-Neckar, inmitten des Weinbaugebietes der Pfalz und wird von der Deutschen Weinstraße durchzogen. Die Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Forst, Friedelsheim, Rödersheim-Gronau, Niederkirchen, Meckenheim, Ruppertsberg, Neustadt, Lindenberg, Lambrecht, Frankeneck, Neidenfels und Wachenheim.



Buchtipps für Deidesheim

Der Ring des Piraten Deidesheimer Turmschreiber  : Bernd KohlheppDeidesheimer Geschichte(n) mit Julia und Max  von Elke AndersenSich trauen - den eigenen Weg finden Erinnerungen  von Stefan Gillich

"Der Ring des Piraten" ist die phantastische Geschichte des Turmschreibers von Deidesheim, Bernd Kohlhepp. In der Geschichte bewahren ein Vogel aus altem Stahl-Adel und ein verliebter Kater die altehrwürdige Winzerstadt Deidesheim davor , dass sie im Chaos versinkt. Dass es in Deidesheim noch mehr zu entdecken gibt, erfahren kleine und große Leser auch in dem Buch "Deidesheimer Geschichte(n) mit Julia und Max". Julia und Max führen gemeinsam mit dem Geißbock Napoleon durch die spannende Geschichte der Stadt. Sie erhalten weitere Bücher über Deidesheim in der Satzwerk Buchhandlung: Steingasse 13, 67149 Meckenheim oder in der  Pfalz Buchhandlung / Deidesheim.


Deidesheim Postkarte Deidesheim   Info           Empfehlenswerte Webseiten
Postleitzahl   67146         www.deidesheim.de
Vorwahl   06326           Immobilien Deidesheim
KFZ   DÜW           Wanderkarten Deidesheim und Bad Dürkheim
Kreis   Bad Dürkheim           Bad Dürkheim Rad- und Wanderkarte
Einwohner   3.700            


Geschichte Deidesheims

Zum ersten Mal erwähnt wurde der Ortsname anno 699 in Urkunden des Klosters Weißenburg. Weitere Nennungen erfolgten in Urkunden des Klosters Fulda (770/71) und des Klosters Lorsch (791), wobei in letzteren Deidesheim bereits als weinbautreibend genannt wurde. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass diese Erwähnungen sich nicht auf diejenige Siedlung beziehen, aus der das heutige Deidesheim hervorgegangen ist, sondern auf den schon früher entstandenen Nachbarort Niederkirchen.

Wann das heutige Deidesheim als Tochtersiedlung neben Niederkirchen entstanden ist, lässt sich nicht genau feststellen. Die erste nachweisliche Unterscheidung zwischen Niederdeidesheim, dem heutigen Niederkirchen, und Oberdeidesheim, dem heutigen Deidesheim, gibt es erst im 13. Jahrhundert. Im Jahr 1292 findet sich zum ersten Mal ein Hinweis auf das fürstbischöfliche Deidesheimer Schloss; es war vermutlich die „Keimzelle“, um die herum Deidesheim entstanden ist.


Johann Graf im Kraichgau, Neffe von Kaiser Heinrich IV. und 1090–1104 Fürstbischof von Speyer, gab im Jahre 1100 seine Besitzungen im Speyergau, darunter Deidesheim, schenkungsweise an das Hochstift Speyer. Wie Aufzeichnungen des Speyerer Hochstifts belegen, entwickelte sich Deidesheim schnell zu einem wirtschaftlich bedeutenden Ort, wozu die Niederlassung finanzkräftiger Juden beitrug, die bis zu den Pogromen während der Pestzeit um 1349 eine eigene Gemeinde samt Synagoge in Deidesheim hatten.

Dieser Entwicklung entsprechend entstand damals der Wunsch der Bürger, dem wirtschaftlich florierenden Ort größeren Schutz vor Angriffen zu bieten, dem schließlich vom Speyerer Bischof Gerhard von Ehrenberg durch die Vergabe der Befestigungsrechte an Deidesheim im Jahr 1360 entsprochen wurde. Am Valentinstag des Jahres 1395 schließlich verlieh der böhmische König Wenzel Deidesheim das Stadtrecht. Das Stadtrecht wurde – wie damals üblich – nicht der Stadt selber, sondern dem Speyerer Bischof als dem Stadtherrn verliehen.

Die Befestigung konnte die Stadt in Kriegszeiten nur bedingt schützen. Die Stadt wurde in den Jahren 1396, 1460, 1525, 1552, mehrmals während des Dreißigjährigen Krieges sowie 1689 und 1693 (Pfälzischer Erbfolgekrieg) erobert, dabei teilweise geplündert und gebrandschatzt.


Mit dem Einmarsch französischer Volksheere fiel Deidesheim 1794 an Frankreich, wurde 1795 kurz von kaiserlichen Truppen zurückerobert, um 1797, bis zum Zusammenbruch der napoléonischen Herrschaft 1814, wieder an Frankreich zu fallen. Infolge der territorialen Neuordnung Europas auf dem Wiener Kongress gehörte Deidesheim seit 1816 als Teil des bayerischen Rheinkreises, der ab 1838 den Namen Pfalz trug, zum Königreich Bayern. Im Jahr 1819 wurde das bislang als Ortsteil geltende Niederkirchen ausgegliedert und ist seither eine eigenständige Gemeinde.

Im Jahr 1865 erhielt Deidesheim einen Anschluss an die neue Bahnstrecke Bad Dürkheim - Neustadt. Um die Jahrhundertwende hielten weitere industrielle Errungenschaften Einzug: 1894 bekam Deidesheim eine Gasanstalt, 1896 eine elektrische Beleuchtung, 1897 ein örtliches Stromnetz, und 1898 wurde der Ort an eine allgemeine Wasserleitung angeschlossen. Des Weiteren besaßen Ende des 19. Jahrhunderts alle bedeutenden Gutshöfe einen Telefonanschluss.


Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges 1918 rückten französische Truppen in Deidesheim ein; Truppenteile wurden hier einquartiert. Dies blieb so bis zur Räumung des Rheinlandes durch Frankreich im Juli 1930. Im August 1921 gab es einen großen Waldbrand bei Deidesheim, bei dem etwa 300 ha Wald verbrannten, davon 130 ha des Deidesheimer Stadtwaldes. Zur Brandbekämpfung wurden alle männlichen Einwohner Deidesheims rekrutiert, die älter als 17 Jahre waren. Die Löscharbeiten zogen sich drei Tage und drei Nächte lang hin.

Während des Zweiten Weltkrieges blieb Deidesheim von Kriegsschäden zunächst verschont. Aber am 9. März 1945, kurz vor Kriegsende, wurde das örtliche Spital von einer Bombe getroffen; dabei verloren neun Menschen ihr Leben. Am 21. März 1945 rückten amerikanische Verbände in Deidesheim ein, womit für Deidesheim der Krieg beendet war.

Mit der Bildung des Bundeslandes Rheinland-Pfalz 1946 gehörte Deidesheim zu diesem und nicht mehr zu Bayern. Im Jahr 1968 wurde an Deidesheim das Prädikat „Luftkurort“ vergeben. Mit Forst, Ruppertsberg, Niederkirchen und Meckenheim bildet Deidesheim seit 1972 die Verbandsgemeinde Deidesheim. Seit dem Frühjahr 2009 ist Deidesheim als erste Stadt in Rheinland-Pfalz Mitglied der Cittàslow-Bewegung, zu deren Zielen die Verbesserung der Lebensqualität und die Steigerung der kulturellen Diversität in Städten zählen.




logo

facebook twitter

farbige dubbeglaeser satzwerk

Pfälzer Lieder mit Kurt Dehn

Pfälzer Lieder
Pfälzische Liedertexte und Musik in Pfälzer Mundart

Immobilien Pfalz
Immobilienangebote Pfalz und Pfälzerwald. Häuser, Wohnungen zur Miete und zum Kauf

Schulbücher bestellen
Portofreie Lieferung in der Pfalz, Baden-Würtemberg und Hessen

wanderkarten pfalzPfälzerwald Wanderkarten
Wanderkarten und Wanderführer für die Pfalz portofrei bestellen
www.wanderkarten-pfalz.de