Im Jahre 1969 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Lachen-Speyerdorf als Ortsteil in die nordwestlich gelegene rheinland-pfälzische Stadt Neustadt an der Weinstraße eingemeindet. Ursprünglich handelte es sich um zwei Bauern- und Winzerdörfer, die allerdings schon seit geraumer Zeit eine gemeinsame Gemarkung besaßen.
Weinfeste und Veranstaltungen
Speyerdorfer Wein- und Froschkerwe
Die Speyerdorfer Froschkerwe findet am Wochenende nach St. Georg statt. Der Name „Wein- und Froschkerwe“ kommt noch aus Zeiten, als französische Soldaten in Lachen-Speyerdorf stationiert waren. Bekanntlich mögen die Franzosen Froschschenkel, und Frösche gab und gibt es in Speyerdorf wahrlich genug. So servierte man sie auch zum Weinfest, das lange Zeit „Froschschenkelkerwe“ hieß, bis man auf Proteste der Tierschützer einging und diese vom Speiseplan verbannte. Heute steht der Begriff „Froschteller“ auf der Speyerdorfer Kerwe für einen mit Pfälzer Spezialitäten reichlich bestückten Teller.
Das Weinfest startet am Freitagabend mit einem Umzug der Vereine durch den Ort, mit Ansprachen und der Kerweredd des Dorfbüttels. Am Kerwesamstag findet am Froschbrunnen bei der Kirche, das Froschkonzert des örtlichen Musikvereins statt. Am Sonntag spielt der Musikverein zum Frühschoppen.
Hammpeter-Brunnenfest
Das Brunnenfest findet am 1. Mai statt.
Lachener Bauern- und Winzerkerwe
Die Winzerkerwe findet am Wochenende nach Maria Himmelfahrt statt.
Lachen und Speyerdorf wurden 774 erstmals urkundlich erwähnt. Durch den Dreißigjährigen Krieg wurden sie nahezu entvölkert. Nach Missernten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wanderten zahlreiche Familien nach Nordamerika bzw. Polen aus. Erst im 19. Jahrhundert setzte wieder ein stetiges Bevölkerungswachstum ein.
Die beiden ehemaligen Dörfer verfügen über eine Vielzahl frühgeschichtlicher Boden- und Grabfunde. Der Essigberg ist ein keltischer Grabhügel. Aus römischer Zeit wurden u. a. Überreste einer Villa, eine Götterstatue der Diana) sowie eine Weinamphore gefunden. Auf der Gemarkung in Richtung Geinsheim lag im Mittelalter das heute verschwundene Dorf Molkenheim.
Im Jahre 1969 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Lachen-Speyerdorf als Ortsteil in die nordwestlich gelegene rheinland-pfälzische Stadt Neustadt an der Weinstraße eingemeindet. Ursprünglich handelte es sich um zwei Bauern- und Winzerdörfer, die allerdings schon seit geraumer Zeit eine gemeinsame Gemarkung besaßen. Der Ortsteil Lachen-Speyerdorf liegt 5 km südöstlich des Stadtzentrums. Die Gesamtfläche der Doppelgemeinde beträgt ca. 24 km². Zu Lachen-Speyerdorf gehört noch ein Stück Pfälzerwald westlich von Lambrecht und Neustadt mit einem Teil der Siedlung Iptestal, dem Forsthaus und der Ruine der Burg Spangenberg. Durch Speyerdorf fließt der Speyerbach, ein linker Zufluss des Rheins. Außer der Neustadter Kernstadt grenzen folgende Gemarkungen an Lachen-Speyerdorf: Im Westen die Ortsteile Diedesfeld und Hambach, im Norden der Ortsteil Mußbach und der Ordenswald, im Nordosten die Gemeinde Haßloch, im Südosten der Ortsteil Geinsheim, im Süden der Ortsteil Duttweiler und die Gemeinde Kirrweiler.